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AMB Generali Marketperformer 10.03.2004
LRP
Der Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, Jochen Schmitt, stuft die Aktie der AMB Generali (ISIN DE0008400029 / WKN 840000) unverändert mit "Marketperformer" ein.
Der von AMB Generali vorgelegte Abschluss für 2003 enthalte nach Auffassung der Analysten keine großen Überraschungen. Zwar habe AMB Generali einen Jahresüberschuss in Höhe von 7 Mio. Euro ausweisen können, was über der Schätzung der Investmentbanker liege (Verlust von 42 Mio. Euro). Hierzu habe allerdings ein besser als erwartet ausgefallenes Kapitalanlageergebnis beigetragen. Man mache hierfür v.a. eine Zuschreibung in Höhe von 341 Mio. Euro auf das im Jahr 2002 stark abgeschriebene Commerzbank-Paket verantwortlich, die nicht in den Schätzungen der Investmentbanker enthalten gewesen sei. Auf Grund des erhöhten Kapitalanlageergebnisses sei Q4/03 deutlich besser ausgefallen, als man prognostiziert hab. Das Zahlenwerk für 2003 mache die paradoxe Steuerproblematik für deutsche Lebensversicherer deutlich: AMB Generali weise bei einem Vorsteuergewinn von 740 Mio. Euro eine Steuerrechnung von 731 Mio. Euro aus.
Das Eigenkapital ohne Anteile Dritter habe zum Jahresende 2.787 (LRP Prognose: 2.943 Mio. Euro) betragen. Die Abweichung zu den Schätzungen der Analysten liege vor allem an der Neubewertungsrücklage: Sie habe zum Jahresende bei 394 Mio. Euro gestanden, statt wie von den Wertpapierspezialisten erwartet bei 570 Mio. Euro. Für eine positive Überraschung halte man, dass die Combined Ratio im Segment Schaden-/Unfallversicherung um über 10%-Punkte auf 99,5% habe gesenkt werden können. Die Dividende für 2003 werde bei 1,35 Euro liegen.
Der Vorstand prognostiziere für 2004 ein Nachsteuerergebnis von mindestens 200 Mio. Euro, das allerdings nicht an das Niveau der Jahre vor 2002 herankommen werde. Die LRP-Prognose liege bisher bei 264 Mio. Euro. Nachrichtenagenturen hätten außerdem berichtet, dass der Vorstand für 2005 einen Jahresüberschuss von 250 Mio. Euro erreichen wolle. Die LRP Schätzung liege bislang bei 305 Mio. Euro für 2005. Man halte die Prognosen, obwohl sie etwas optimistischer als die Zielgrößen des Unternehmens seien, auch nach den Aussagen des Vorstands für plausibel. Vermutlich gebe sich AMB Generali nach zwei schwierigen Jahren betont konservativ, um keine negativen Überraschungen beim Erreichen der sich selbst gesteckten Ziele zu riskieren.
Die Mutter Generali habe ihren Anteil von 65% auf 70% aufstockt. Die Allianz habe im Januar ein Aktienpaket von 10% des AMB-Grundkapitals am Markt veräußert. Damit sei der Streubesitz mittlerweile trotz der Aufstockung der Generali-Beteiligung gestiegen, und zwar auf 30%. Dies habe sich in den letzten Wochen in einer Zunahme des Handelsvolumens gezeigt. Der höher als erwartete Anteil der italienischen Konzernmutter könnte neue Spekulationen entfachen, ob Generali den Minderheitsaktionären ein Abfindungsangebot machen könnte. Die Analysten würden dies momentan für eher unwahrscheinlich halten, da Generali vermutlich eher nach anderen Akquisitionszielen Ausschau halte, um Marktanteile durch externes Wachstum hinzuzugewinnen.
Morgen finde eine Analystenkonferenz statt, nach der die Investmentbanker der LRP eine weitere Analyse veröffentlichen.
Die Analysten der LRP halten vorerst an ihrem "Marketperformer"-Rating für die AMB Generali-Aktie fest. Allerdings überprüfe man auf Grund des mittlerweile gestiegenen Streubesitzes eine Anhebung des Kursziels von derzeit 72 Euro, das einen Abschlag von rund 15% zum fairen Wert (86 Euro) beinhalte.
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